Am gestrigen Sonntag, den 22. August 2010, fand die vierte Auflage des Pappbootrennens im Kanupark Markkleeberg statt. Los ging es um 10 Uhr mit dem Bootsbau, wobei als Baumaterialien lediglich Pappe, Klebeband, Messer und Sprühfarbe erlaubt waren. “Pappe ?” Werden sich nun manche fragen. “Ja, Pappe!” lautet die Antwort. Zwar mehrfach gewellte und dementsprechend stabile Industriepappe, aber dennnoch Pappe, ein nicht sonderlich wasserfestes Material.
So war es der Kreativität der 15 Teams überlassen, ihr Gefährt möglichst wasserdicht zu gestalten, denn im Anschluss sollte es auf die 270 m lange Wildwasser-Strecke des Kanuparks gehen, wo die Kreationen auf ihre Fahrtüchtigkeit hin untersucht wurden. Gewinner des Wettbewerbs ist das Team, dessen Boot am schnellsten im Ziel ist oder den weitesten Weg zurücklegt – natürlich mit seiner Besatzung an Bord.
Um 13 Uhr begann dann der feierlische Marsch zum Start. Dabei mussten die Teams (in diesem Jahr: Seehexen, Wildwasserdampfer, Neptun und seine 4 Wildwassernixen, Die Dorfnasen, „Salzbuckel, Kleine Haie, Das kannst du Dir in die Haare schmieren, Titanic Reloaded, Sportive LE – Die Bewegungshelden, KiTa Buntspecht, Schwimmendes Fettauge, Die Wilde 13, Banana Split, Garage, Boogie Pin – Splitkiller) ihre Boote vom Bastel- zum Startpunkt tragen. Dann wurde das eigentliche Rennen ausgetragen.
Von den 15 Booten kamen nicht alle ins Ziel, manche scheiterten schon am ersten Hindernis, Spaß hatten trotzdem alle. Sieger des Kult-Wettbewerbs wurde das Team „Salzbuckel“, welches die Strecke in sagenhaften 1:25 min bezwang. Platz zwei ging an „Neptun und seine vier Wassernixen“ mit 1:50 min gefolgt von „Sportive L.E. – die Bewegungshelden“ mit 1:59 min. Auch der Wildwasserdampfer erreichte als eines von 5 Booten das Ziel, allerdings in einer sehr gemütlichen Zeit von mehr als 5 Minuten.
Auch der Parthe-Frosch der Dorfnasen bekam einen Preis, obwohl er das Ziel nicht erreichte: er wurde von der dreiköpfigen Jury (bestehend aus Radrennprofi Robert Förster, der Vorsitzenden des Markkleeberger Kunstvereins Maria-Luise Schulze und Volker Taupadel, einem der mehr als 5000 Zuschauer) als beste Kreation ausgezeichnet.
